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Horizontales, vertikales oder Blockgießverfahren?

Alle diese Methoden haben ihren Vorzug und jede eignet sich für unterschiedliche Anwendungen. Bei der weit verbreiteten Produktion von Strangpressbolzen kommt das Vertikalgießverfahren zum Einsatz. Kunden erzielen mit unseren Lösungen superglatte Bolzenoberflächen dank Air-Slip-Gießtechnologie. Diese minimiert Rückstände in der Strangpresse. Das Gleiche gilt für die Herstellung von Walzbarren. Hierbei reduziert das Gießen innerhalb eines magnetischen Feldes die Skin-Zone signifikant. Im Vergleich zum Horizontalen Gießverfahren (HDC) hat das Vertikale Gießverfahren (VDC) allerdings einige fundamentale Nachteile. 

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  • VDC-Gießanlagen sind teurer. Warum? Es sind höhere Deckenmaße, Brückenkräne und Fundamente für die Errichtung der Gießgrube notwendig.
  • Der halbkontinuierliche Charakter des VDC-Gießens führt zu einer geringeren Produktivität.
  • Das Verfahren umfasst für jeden Guss umfangreiche und arbeitsintensive Einrichtungsarbeiten. Dagegen kann beim HDC häufig die Produktion drei bis zwanzig Tage lang durch laufen.
  • Für die Herstellung von T-Profilen werden beim HDC-Gießen nur ein oder zwei Bediener pro Schicht benötigt (zwei Bediener für Start und Stopp).
  • Bei VDC-Gießanlagen gibt es keine integrierten Sägen. Hier muss eine zusätzliche Sägestation aufgestellt und bedient werden. Beim HDC-Gießen schneidet eine automatisierte fliegende Säge die T-Profile auf Länge, ohne dass der Gießprozess unterbrochen werden muss.
  • Produkte mit kleinen Schnittflächen können mit dem VDC-Verfahren nicht kosteneffektiv oder nicht in der notwendigen Qualität gegossen werden.

 

Beim Gießen von flüssigem Metall in offene Gießformen entsteht Schlacke; traditionell werden Masseln, Sows und Barren im Blockgießverfahren hergestellt. Obwohl dieses Verfahren über die Jahre hinweg verbessert wurde, bleibt die Bildung von Schlacke und Einschlüssen unvermeidbar. Die Kaskadierung führt zu Verwirbelungen beim Befüllen der Gießform. Dadurch wird eine relative große Fläche der Luft und damit der Oxidation ausgesetzt. Bei der Bildung von Schlacke spielen vor allem die Temperatur des Metalls, Einfüllhöhe und Gießgeschwindigkeit eine Rolle. In unseren Horizontal-Gießanlagen entsteht fast keine Schlacke. Weil so auch keine Metallverluste und Einlagerungen auftauchen, sparen unsere Kunden Geld.

Das Metall fließt gleichmäßig über die Abstich- oder die Verteilerrinne in die Gießform und wird durch eine Oxid-Schicht geschützt. Oxide oder andere Fremdstoffe können nicht an das Produkt gelangen. Mittels HDC-Verfahren gegossene T-Profile und Barren kühlen mindestens zehnmal schneller ab als Sows und Masseln. So entsteht eine feine und gleichmäßige Verbundstruktur. Das gesamte Gussprodukt kann gleichmäßig geprüft werden. Um die Qualität von Umschmelzprodukten weiter zu erhöhen, wird das HDC-Gießverfahren mit einem Inline-Entgaser und einer Schaumkeramikfilter-Behandlung (Ceramic Foam Filter – CFF) kombiniert. So produzieren diese Systeme T-Profile und Gussbarren, die frei von Porosität und Störelementen sind. Die Vorteile von im HDC-Verfahren gegossenen Legierungen im Vergleich zu Barren aus Blockguss mit offener Kokille sind:
 

  • Geringe Wasserstoff- und extrem geringe Oxid-Einlagerungen
  • Glatte, gleichmäßige Verbundstruktur
  • Konsistenter, gleichmäßiger Inhalt und Verteilung der Legierungselemente
  • Keine Gravitationsentmischung
  • Keine Risse, Lunker oder Wasserstoffeinlagerung
  • Konsistente Abmessung, Geradheit und Gewicht
  • Glatte Oberfläche und dadurch einfache Stapelung und Umreifung zu kompakten Paketen

Den Horizontal-Gießanlagen gebührt damit zu Recht die Bezeichnung "Universalguss".