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Kammerhomogenisierung für Walzbarren

Unsere voll automatischen Homogenisierungsanlagen mit integrierter Walzbarrenlagerung eignen sich ideal für Walzbarren der Legierungen AA 2xxx bis AA 7xxx. Dabei handelt es sich um serienmäßige Hartlegierungen des Typs AlCu oder AlZn, die hauptsächlich in der Luftfahrtindustrie zum Einsatz kommen.

Produktion und Handhabung dieser Walzbarren sind mitunter gefährlich; durch den Gießprozess kommt es in den Barren zu starken Spannungen. Es besteht stets ein Risiko, dass große Materialteile abreißen und umstehende Personen ernsthaft verletzen oder Ausrüstung beschädigen. Deshalb hat Hertwich Engineering einen Prozess konstruiert, bei dem die Walzbarren voll-automatisiert gehandhabt werden.

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Nach dem Gießen werden die Walzbarren mit dem Gabelstapler zu Ein- und Ausgabetischen der Kammerhomogenisierungsanlage transportiert. Der Fahrer gibt Chargen- und Brammennummer ein. Die anderen relevanten Informationen der Bramme stellt das Produktionsplansystem (PPS) bereit. Als nächstes schiebt der Gabelstaplerarm die Brammen auf die Wiegeplattform, wo sie gemessen, gewogen und ausgezeichnet werden. Die Parameter der PPS werden mit den gemessenen Werten jeder Bramme abgeglichen. Wenn alle Daten passen, transportiert der Gabelstaplerarm die Bramme in den Lagerbereich, der eine Kapazität von bis zu 180 Brammen hat. Die nachfolgenden Produktionsschritte sind automatisiert. In Gang gesetzt durch die Produktionsaufträge des PPS, sammelt der Gabelstaplerarm die entsprechenden Brammen aus dem Lager und baut damit einen Stapel innerhalb eines Stahlkäfigs. Diese Käfige sind so konstruiert, dass das Umfeld von abspringenden Brammenstücken geschützt wird. Um die Stapel zu bauen, entnimmt ein Spacer-Manipulator Abstandshalter aus einem Spacer-Magazin und positioniert sie Lage für Lage auf den Brammen. Dieser Vorgang läuft nach der Homogenisierung nochmals in umgekehrter Reihenfolge ab. Die Lademaschine nimmt den kompletten Stapel mitsamt Stahlkäfig auf und transportiert ihn in den Homogenisierungsofen. Im Anschluss transportiert sie den Stapel von dort zur Luftkühlungsstation und schließlich zurück in die Stapelposition zum Entstapeln. Hierbei ist entscheidend, dass der Homogenisierungsofen einem präzisen Heizbetrieb folgt, der bestimmt wird durch die Homogenisierungszusammensetzung für die entsprechenden Legierungen. Voreingestellte Zusammensetzungen können Sie jederzeit auf Ihre Bedürfnisse hin anpassen. Das System gibt Hitzekurven vor für Standardlegierungen des Typs 2xxx, 3xxx und 6xxx sowie differenzierte Kurven für mehrere Temperaturschritte für 7xxx Legierungen und speichert diese in der Datenbank. Im Anschluss an das Entstapeln nach der Homogenisierung werden einzelne Brammen entweder mit dem Gabelstapler-Manipulator in den Brammenlagerbereich zurückgebracht oder direkt in die Inspektionsstation (visuell und Ultraschall) und weiter zur nachgelagerten Brammensäge transportiert. Dabei gibt es eine interessante Alternative zur PPS-Stapelkonfiguration: Ihr Bediener kann Stapel selber zusammensetzen. In diesem Fall erhält er Unterstützung von einem Optimierungsprogramm, das automatisch berechnet, wie die Brammen in einem Stapel am besten platziert werden. Die gesamte Anlage entspricht durchweg den strengen Qualitätsanforderungen der Flugzeugindustrie. Das umfasst modernste Datenprotokollierung und Reportings sowie volle Integration in Ihre eigene Datenbank.

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Manipulator platziert Bramme in Lagerregal
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Beladen eines Homogenisierungsofens
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Beladen einer Bramme mit Spacerbalken
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Überblick Brammenlagerung