Düsseldorf, Juni 04, 2014

Kunden weiter zurückhaltend bei Auftragsvergabe

Ergebnis rückläufig – Maßnahmen zur Kostensenkung in der Umsetzung – Umsatz und Auftragseingang unter Einbeziehung von Paul Wurth gestiegen – weiterer Ausbau der Wachs­tumsfelder Modernisierung, Elektrik und Automation, Service, Energie- und Umwelttechnik

Bei der SMS group betrug der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2013, unter Berücksichtigung der erstmaligen Einbeziehung von Paul Wurth, 3,309 Mrd. EUR (2012: 2,835 Mrd. EUR). Der Umsatz lag bei 3,495 Mrd. EUR (2012: 3,237 Mrd. EUR).

Das Gruppenergebnis vor Steuern in Höhe von 178 Mio. EUR (2012: 258 Mio. EUR) lag 31 Prozent unter Vorjahresniveau.

Im Unternehmensbereich SMS Siemag erhöhte sich der Auftragseingang einschließlich Paul Wurth um 525 Mio. EUR auf 2,044 Mrd. EUR (ohne Paul Wurth: 1,708 Mrd. EUR / Vorjahr: 1,519 Mrd. EUR).

Der Unternehmensbereich SMS Meer verzeichnete einen Rückgang der Bestellungen um 4 Prozent auf 1,104 Mrd. EUR (2012: 1,152 Mrd. EUR).

Die Gruppe elexis trug mit 181 Mio. EUR (Vorjahr: 180 Mio. EUR) zum Auftragseingang der SMS group bei.

Die regionale Verteilung des Auftragseingangs stellte sich wie folgt dar: Europa inklusive Russland und der Ukraine 29 Prozent (Vorjahr: 32 Prozent), Asien 45 Prozent (Vorjahr: 43 Prozent), Nord- und Südamerika 25 Prozent (Vorjahr: 23 Prozent), Afrika 1 Prozent (Vorjahr: 2 Prozent).

Der Auftragsbestand beträgt 4,997 Mrd. EUR (2012: 5,377 Mrd. EUR).

2013 waren weltweit im Jahresdurchschnitt einschließlich der Auszubildenden 13.856 Mitarbeiter (Vorjahr: 11.822) im Unternehmensverbund tätig. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die erstmalige Einbeziehung von Paul Wurth zurückzuführen.

Die SMS group wird trotz der Kostensenkungsprogramme an ihrem überdurchschnittlichen Engagement bei der Ausbildung junger Nachwuchskräfte festhalten und so wie bisher ihrer sozialen Verantwortung bei diesem gesellschaftspolitisch wichtigen Thema nachkommen. Außerdem wird nur so vor dem Hintergrund des demographischen Wandels sichergestellt, dass der Unternehmensverbund auch in Zukunft über ausreichend qualifiziert ausgebildete Fachkräfte verfügt.

Ausblick

Burkhard Dahmen, Sprecher der Geschäftsführung der SMS Holding GmbH: „Noch zu Beginn dieses Jahres hatten wir aufgrund der von unseren Kunden erhofften Bodenbildung des Stahlmarktes positive Auswirkungen auf unser Geschäft erwartet. Aufgrund der weltweiten Auslastung in der Branche, die weiter mit Überkapazitäten zu kämpfen hat, hat sich dies nur leicht verbessert. Dies beeinträchtigt die Investitionsbereitschaft unserer Kunden. Zusätzlich belasten politische Unsicherheiten in den für uns wichtigen Absatzmärkten Russland, der Ukraine und Venezuela das Geschäft.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr 2014 einen erneuten Rückgang des Auftragseingangs gegenüber dem Vorjahr.

Wir reagieren darauf mit der Anpassung unserer Kapazitäten. Dazu ist ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm mit weiteren Prozessverbesserungen in der Umsetzung. Wir werden jedoch am Ausbau unserer Wachstumsfelder Modernisierung, Elektrik und Automation, Service sowie Energie- und Umwelttechnik festhalten.

Beim Umsatz erwarten wir vor dem Hintergrund der Abarbeitung des noch befriedigenden Auftragsbestands ein Niveau wie im Jahr 2013.“

Marktlage

Die Marktsituation in der metallurgischen Industrie hat sich im letzten Jahr nicht zum Positiven verändert. Anders als bei früheren Krisen hat sich auch keine Sonderentwicklung in Bezug auf einzelne Wachstumsmärkte oder spezielle Produktfelder ergeben, die dies hätten ausgleichen können.

Positive Impulse kamen vornehmlich aus asiatischen Entwicklungsländern und vor allem bei Anlagen zur Erzeugung von Nichteisenprodukten. China war auch 2013 der größte Markt für metallurgische Anlagen. Die Marktaktivität in Europa und Südamerika blieb, bis auf wenige Projekte, verhalten.

Unterlast in einigen Bereichen erwartet

Die allgemeine Unsicherheit mit Blick auf die künftige konjunkturelle Entwicklung beeinflusst die Investitionsbereitschaft der Kunden.

Obwohl die Konstruktions- und Fertigungskapazitäten in den tragenden Unternehmensbereichen der SMS group noch bis ins dritte Quartal 2014 ausgelastet sind, wird in einigen Bereichen mit Unterbeschäftigung gerechnet.

Insbesondere der Unternehmensbereich SMS Siemag geht für die kommenden Jahre von einem niedrigeren Geschäftsvolumen aus.

Daher werden die Verwaltungs-, Engineering- und Fertigungskapazitäten im Unternehmen auf das zukünftige Marktvolumen hin angepasst. Die Details werden aktuell mit den Arbeitnehmervertretern besprochen. Dies mit dem Ziel, möglichst durch sozialverträgliche Maßnahmen die Reduzierung, von Personal zu erreichen.

Zusammen mit den weiteren Kostensenkungsmaßnahmen soll die SMS group so für die kommenden Jahre wettbewerbsfähig und marktgerecht aufgestellt werden. Hierdurch wird sichergestellt, weiterhin den notwendigen Spielraum für Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmensverbunds sicherzustellen.

Im Unternehmensbereich SMS Meer ist die Nachfrage noch stabil, der Auftragseingang liegt auf Vorjahresniveau. Der Wettbewerb um Aufträge hat sich aber auch in diesem Bereich deutlich verschärft. Dies belastet die Ertragssituation.

Qualität sichern – Kosten senken

SMS setzt weiterhin auf die Qualitätsfertigung von ausgewählten Komponenten der Maschinen und Anlagen in Deutschland. Dazu wurde in den letzten Jahren erheblich in die Modernisierung der Betriebe in Hilchenbach und Mönchengladbach investiert. Parallel dazu sind aber auch die Werkstattkapazitäten in China ausgeweitet worden. Hier geht es vor allem um einen besseren Kundenservice vor Ort und den Bau von Maschinen, die speziell auf den chinesischen Markt zugeschnitten sind. Gleiches gilt für den indischen Markt, wo zurzeit eine neue Werkstatt errichtet wird, die in der zweiten Jahreshälfte 2014 in Betrieb genommen werden soll.

Insgesamt wird daran gearbeitet, die Kosten in allen Bereichen zu senken. Dabei setzt die SMS group auf fertigungsoptimierte Konstruktionen, eine höhere Effizienz im Engineering, der Fertigung und der Logistik.

Eingliederung von Paul Wurth schafft Synergien

Der Eingliederungsprozess von Paul Wurth in den Unternehmensbereich SMS Siemag konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Durch die Identifizierung von gemeinsamen technischen und vertrieblichen Synergien konnte das Angebotsspektrum der SMS group als Anbieter der gesamten Prozesskette im metallurgischen Anlagen- und Maschinenbau weiter abgerundet werden.

Ein Beispiel dafür ist der Anfang 2014 abgeschlossene Lizenzvertrag mit Kobe Steel Ltd., Japan, zum Bau von Midrex-Direktreduktionsanlagen (DRI).

SMS Siemag AG and SMS Meer GmbH are both companies of SMS group which, under the roof of SMS Holding GmbH, consists of a group of companies internationally active in plant construction and mechanical engineering for the steel and nonferrous metals industry.

Kontakt

SMSgroup Sagermann, Thilo

Thilo Sagermann
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