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Luxembourg, November 27, 2019

Paul Wurth plant und liefert Koksgas-Eindüsungssysteme für ROGESA’s Hochöfen

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Hochofen ROGESA 5 bei Nacht.

ROGESA Roheisengesellschaft Saar mbH, eine gemeinsame Tochtergesellschaft der AG der Dillinger Hüttenwerke und der Saarstahl AG, hat Paul Wurth mit der Auslegung und Lieferung von Koksgas-Eindüsungssystemen für ihre Hochöfen Nr. 4 und Nr. 5 in Dillingen/Saar, Deutschland, beauftragt.

Dank dieser neuen Technologie wird Koksgas zum einem metallurgischen Prozessgas, anstatt bei niedrigem Wirkungsgrad für die Energieerzeugung genutzt zu werden. In dieser neuen Rolle wird das Koksgas sowohl Staubkohle als auch metallurgischen Koks als Reduktionsmittel im Hochofenprozess teilweise ersetzen und somit dazu beitragen, die Kohlenstoffintensität im Hochofen sowie den Kohlenstoff-Fußabdruck der Eisenerzeugung im Ganzen zu verringern. ROGESA, Dillinger und Saarstahl betrachten die Anwendung dieser Technologie als einen wegweisenden Schritt in Richtung künftiger wasserstoffbasierter Eisenherstellung.

In Vorbereitung des Projekts begleitete Paul Wurth den Kunden bei Forschungsarbeiten und Pilotversuchen. Der Auftrag wird nun schlüsselfertig ausgeführt und umfasst die Auslegung und das Engineering der beiden Koksgas-Eindüsungsanlagen, die Lieferung von technologischen Schlüsselkomponenten wie Durchflussregel- und Rückschlagventilen, die Lieferung und Montage von Behältern, Rohrleitungen und Stützkonstruktionen, die Anlagenautomatisierung sowie die Integration in die Prozesstechnik und bestehende Anlagenkonfiguration.

Gemäß Projektplan soll die Koksgaseindüsung im Sommer 2020 an der Hälfte der Heißwind-Blasformen des Hochofens Nr. 5 begonnen werden mit dem Ziel, eine dauerhafte Eindüsung über alle Blasformen beider Öfen bis zum Ende des Jahres zu erreichen.

Im Rahmen der Strategie von Paul Wurth, zu einer kohlenstoffneutralen Primärmetallurgie zu gelangen, ist das Konzept der Koksgaseindüsung in die Blasform eine der sofort verfügbaren Lösungen zur schrittweisen Reduzierung der CO2-Emissionen in bestehenden integrierten Hüttenwerken.

 

SMS group ist eine Gruppe von international tätigen Unternehmen des Anlagen- und Maschinenbaus für die Stahl- und NE-Metallindustrie. Rund 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwirtschaften weltweit einen Umsatz von über 2,8 Mrd. EUR. Alleineigentümer der Holding SMS GmbH ist die Familie Weiss Stiftung.

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