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Düsseldorf, 10. November 2020

Anlagenplanung mit Virtual Reality-Technologie

Genaue Detailplanung und vereinfachte Kommunikation durch VR bei Bandanlage für Edelstahl

Bei einem Projekt mit Aperam Stainless Belgium setzt SMS group auf modernste Virtual Reality (VR)-Technologie. Mit Hilfe der VR-Technologie werden kontinuierlich das Anlagenkonzept und -details überprüft und sie vereinfacht die Kommunikation im Projektteam und mit dem Kunden. 

Aperam Stainless Belgium hat SMS 2018 group mit der Lieferung einer Glüh- und Beizlinie für Edelstahlkaltband für das Werk in Genk beauftragt. Aufgrund der Grundstücksgegebenheiten wird eine sehr aufwendige Layoutkonfiguration mit einer Anlagenlänge von fast 400 Metern realisiert. Das technisch sehr anspruchsvolle Layout ist über mehrere Etagen angeordnet und beinhaltet neben einem horizontalen Glühofen und einer mehrstufigen Beizsektion viele weitere mechanische Komponenten.

Zur Layout- und Anlagenplanung wurde deshalb moderne VR-Technologie (Virtual Reality) genutzt, so dass eine vollständige 360-Grad- Betrachtung der örtlichen Gegebenheiten möglich war. Für das Projekt Aperam ergaben sich viele Vorteile durch den innovativen Einsatz von Virtual Reality. Denn die Maschinen und Anlagen konnten so direkt im virtuellen Raum in Originalgröße erlebt werden. Bei der Erstellung eines 3D-Anlagenlayouts konnten mögliche Kollisionen zwischen Bauteilen oder angrenzenden Maschinen schnell erkannt und eliminiert werden.

Mithilfe von 3D-Rundgängen konnte die Konzepttauglichkeit kontinuierlich geprüft und verfeinert werden, wodurch auch die Kommunikation im Projektteam vereinfacht wurde. Detaillierte Planungs- und Projektierungsarbeiten zu den Themen Gefahrenanalyse, Arbeitssicherheit und Fluchtwegeplanung für das Bedienpersonal konnten direkt übersichtlicher und sicherer geplant werden und deutlich schneller abgeschlossen werden. Ebenso hat man die Planung der Verrohrung besser gestalten können. Auch während der Abwicklungsphase gibt es viele Vorteile, da die VR-Technologie das Verständnis über den aktuellen Stand von Konstruktionen und Änderungsschritten enorm steigert. So wird das Modell auch in der Montagephase während Präsenz- und Video-Meetings gemeinsam mit Aperam genutzt, um Schnittstellen zu koordinieren und sich über technische Sachverhalte auszutauschen.

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Maschineneinplanung – Bedienplattformen und Zugänglichkeiten für das Wartungspersonal.
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Kollisionskontrolle – hier Unterstützungsstahlbau, Prozessverrohrung, Kabelwege und Laufwegeplanung.
Verbesserungen identifiziert

In der Engineering-Phase und auch im frühen Abwicklungsprozess wurden durch den Einsatz von VR konstruktive Verbesserungen identifiziert und umgesetzt. Hier wurde mit Teilnehmern aus unterschiedlichen Fachbereichen in Besprechungen über die Einplanung der Maschinen quasi „vor Ort“ via VR diskutiert. Somit hatte man eine deutlich höhere Transparenz in Bezug auf den Planungsprozess.

Durch diese Arbeitsweise wurde das Risiko von Fehlinterpretationen reduziert, kommunikative Missverständnisse vermieden und die internen Abläufe weiter optimiert. Virtual Reality ist nicht einfach nur 3D. Virtual Reality ist in erster Linie ein Fehlervermeidungstool beziehungsweise eine Fehlervermeidungstechnologie mit großem Potenzial auf vielen verschiedenen Ebenen.

Effiziente Koordination

Die Anlagen- und Layoutplanung in 3D gewährt allen Projektbeteiligten bereits in der Vertriebsphase einen nahtlosen Zugriff auf das Projektmodell. Dieses „gewusst wo“ sorgt für eine präzise und effiziente Koordination aller beteiligten Fachbereiche.

Außerdem gewährleistet die Layoutplanung in 3D neben einer realistischen  Kollisionserkennung auch die Minimierung von Fehlerquellen sowie das Optimieren der Rohrleitungs- und Kabelwegeplanung. Ideen und Konzepte werden damit auch schon in der Vertriebsphase visualisiert und der Kunde bewegt sich im virtuellen Raum entlang der Anlage und kann die Maschinenkonfiguration in Originalgröße besichtigen.