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Mönchengladbach, 03. Juni 2020

Fullservice für Wartungsstillstände

Wartungsstillstände als Investment für Anlagensicherheit und Produktivität

Dr.-Ing. Philipp Stüer, Head of Repairs and Modernizations Service Long Products bei SMS group, erklärt, wie Wartungsstillstände als lohnende Investition für die künftige Anlagensicherheit und -produktivität genutzt werden.

Die regelmäßig geplanten Wartungsstillstände stellen für Anlagenbetreiber einen erheblichen Kostenfaktor dar. Allerdings ermöglichen sie – intelligent geplant und effizient durchgeführt – den reibungslosen Dauerbetrieb der gesamten Anlage mit konstant hohen Produktqualitäten. Wartungsstillstände lassen sich so als lohnende Investition für die künftige Anlagensicherheit und -produktivität nutzen.

Herr Stüer, wie verläuft die Planung von gezielten Wartungseinsätzen beim Kunden?

Philipp Stüer: Die Effektivität und Effizienz des Wartungsstillstandes hängen von der exakten Planung aller Details ab. In Kooperation mit dem Anlagenbetreiber erarbeiten wir die verbindliche Zeitplanung aller Prüf- und Wartungsmaßnahmen. Als Anlagenhersteller verfügen wir über alle Pläne und technischen Dokumentationen. Ein wesentlicher Vorteil ist das Expertenwissen unserer Ingenieure und Techniker, die die betreffende Anlage bereits konstruiert, gefertigt und in Betrieb genommen haben.

Die Effektivität und Effizienz des Wartungsstillstandes hängen von der exakten Planung aller Details ab Philipp Stüer, Head of Repairs and Modernizations Service Long Products, SMS group
Wie können Personal-, Ersatzteil- und Werkzeugbedarf geplant werden?

Philipp Stüer: Die Personalplanung gestalten wir gemäß den Kundenanforderungen. Das Team kann sowohl aus Serviceexperten der SMS group, Mitarbeitern des Kunden als auch Fremdpersonal bestehen. Auch benötigte Ersatzteile sowie Standard- und Spezialwerkzeuge und auch mobile Bearbeitungsmaschinen gilt es vorausschauend und sorgfältig zu planen. Im Rahmen einer Analyse im Vorfeld der Wartungsstillstände stimmen wir zudem das Teile-Lager auf die wirklichen Maschinenanforderungen ab. Das Ergebnis ist bessere Verfügbarkeit bei gleichzeitiger Kostenentlastung durch Verzicht auf unnötige Teile und Optimierung von Lagerkapazitäten.

Wie stellt die SMS group eine exakte Diagnose des Anlagenzustandes sicher?

Philipp Stüer: Je Anlagentyp verfügen wir über spezifische Checklisten. Diese bilden die Basis für eine umfangreiche und immer gleiche Inspektion. Daraus wird dann eine Beurteilung der Prioritäten für die anstehenden Reparaturen entwickelt. Ebenso sprechen wir Empfehlungen aus, welche Arbeiten zugunsten der raschen Wiederinbetriebnahme der Anlage bei einem der nächsten Wartungsstillstände ausgeführt werden können.

Dass Kunden vom Know-how der SMS group als Anlagenhersteller profitieren, zeigt sich besonders bei der Wiederinbetriebnahme. Würden Sie uns dies näher erläutern?

Philipp Stüer: Mit unseren eigens entwickelten Prüfplänen und -verfahren werden Funktionstüchtigkeit und Zuverlässigkeit der gewechselten Teile und Baugruppen getestet. Somit kann die Anlage rasch auf das definierte Leistungs- und Qualitätsniveau hochgefahren werden.

Nach erfolgter Wiederinbetriebnahme der Anlage führt die SMS group die Erkenntnisse in einer detaillierten Analyse zusammen. Warum?

Philipp Stüer: Um für künftige Wartungsstillstände Verbesserungspotenziale aufspüren zu können. Immer mit dem Ziel, wertvolle Zeit einzusparen und künftigen Aufwand sowie Kosten im Sinne der Kunden zu reduzieren. Zudem stellen die Analyse-Ergebnisse sowie Berichte des Anlagenzustands die Grundlage für Optimierungen dar. Unsere Kenntnis der Situation vor Ort versetzt uns in die Lage, die nächste Stillstandsplanung hinsichtlich Personal, Ersatzteilen und Werkzeugen zu perfektionieren.

 

Wartungsstillstände lassen sich flexibel auf die aktuelle Auftragslage abstimmen, wobei der Auslastungsgrad der Anlage gesteigert werden kann Philipp Stüer, Head of Repairs and Modernizations Service Long Products, SMS group
Wie lassen sich zukünftige Stillstandsintervalle gestalten?

Philipp Stüer: Je nach Anlagenkonfiguration und -einsatz können auch statt turnusgemäßer, flexible Stillstandsintervalle ermittelt werden. Hierzu ist ein enger Dialog mit unseren Kunden notwendig. Wartungsstillstände lassen sich so flexibel auf die aktuelle Auftragslage abstimmen, wobei der Auslastungsgrad der Anlage gesteigert werden kann. Da wir zudem flexible Wartungsverträge anbieten, bewahren sich die Unternehmen die Möglichkeit, auch unterjährig auf geänderte Gegebenheiten reagieren zu können.