Düsseldorf, 18. März 2018

Kupfer: Welcher Herstellungsprozess ist effizienter?

Smartphones, PCs, Tablets, LED-TVs, Autoelektronik, Sonnenkollektoren, Windkraftanlagen, Brennstoffzellen, Stromkabel ... Kupfer wird zu Recht als „das rote Gold“ bezeichnet.

Ohne Werkstoffe aus Kupfer und Kupferlegierungen wäre unser modernes Leben undenkbar. Und nicht nur in der Elektrotechnik. Die hygienischen Eigenschaften des Metalls sind ideal für Wasserrohre, und die thermische Leitfähigkeit von Kupferrohren wird bei Klimageräten genutzt.

Welche Eigenschaften ein Kupferprodukt im Alltagseinsatz erzielen soll, lässt sich einfach definieren. Doch der Weg zum gewünschten hochqualitativen Endprodukt ist komplex. Für die Herstellung von Kupferrohren gibt es beispielsweise zwei unterschiedliche Prozessrouten und diese dann in weiteren zahlreichen Varianten. Die Hersteller stehen damit vor der Frage: Welche der konkurrierenden Fertigungsprozesse sind für meine Ziele am effizientesten?

Welche Produktionsmenge?

Die SMS group bietet dazu eine neutrale, prozessunabhängige Beratung an. Da SMS als der weltweit führende Hersteller nahezu alle Varianten an Kupferlinien herstellen kann und über mehr als 50 Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet verfügt, kann man für den Kunden fast alle Konfigurationen realisieren. Endprodukt und Produktionsmenge sind die Kriterien bei der Auswahl der Prozessroute.

Ein anschauliches Beispiel für Kupferrohre: Plant ein Kunde eine Kupferrohrproduktion mit einer hohen Jahreskapazität, ist die Prozesslinie aus vertikaler Stranggießanlage, Warmumformung mit Strangpressen und anschließendem Ziehen die wirtschaftlich effizienteste Lösung. Bei kleineren Produktionsmengen und dünnwandigen Rohren mit kleinem Durchmesser ist der Weg über eine horizontale Stranggießanlage im directube®-Verfahren sinnvoller. Dabei wird direkt ein endabmessungsnahes Rohr gegossen, das anschließend im Planetenschrägwalzwerk zum Mutterrohr ausgewalzt und dann durch Ziehen auf seine endgültige Rohrgeometrie gebracht wird. Dieser Prozess ist kompakt und kostengünstig, da die Warmumformung entfällt.

Bei beiden Prozessrouten kommen auch weitere Aggregate zum Einsatz. Um die gewünschten metallurgischen Eigenschaften des Rohres wie weich, halbhart oder hart zu erzielen, werden Glüheinrichtungen eingesetzt. Auch besondere Anforderungen wie zum Beispiel an Klimarohre lassen sich erfüllen. Auf Innenrippanlagen erhalten die Kupferrohre eine größere Oberfläche, die den Wärmeaustausch begünstigt.

Entscheidungsgrundlage

Fazit: SMS bietet nicht nur Komplettanlagen aus einer Hand, sondern unterstützt bei der Analyse der späteren Wirtschaftlichkeit und schafft so eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Anlagenbetreiber. Dass man damit im Vorfeld eines Auftrages viel Know-how preisgibt, ist Patrick Schneider, Head of Sales Copper Plants im Geschäftsbereich Schmiedetechnik der SMS group, bewusst:

Die Erfahrung zeigt uns, dass in den allermeisten Fällen die Kunden unser Vertrauen und unser Know-how-Investment honorieren. Wir brauchen den Wettbewerb nicht zu scheuen. Wir haben exzellente Maschinen, zum Teil patentierte Techniken, und das zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Patrick Schneider, Head of Sales Copper Plants, SMS group GmbH