Hilchenbach, 07. Februar 2019

Neuer Rekord: Stirnrad mit 5.300 mm Kopfkreisdurchmesser im Werk Hilchenbach gefräst

Kunden profitieren von reduzierten Durchlaufzeiten sowie Bearbeitungskosten dank spezieller Bearbeitungsstrategie

Anders als bei der sonst üblichen Vorgehensweise (Vorfräsen und Fertigbearbeitung der Verzahnung durch Profilschleifen) wurde bei diesem Groß-Stirndad zunächst mit einem Einzelteilfräser vorgefräst, mit einem Klasse B Abwälzfräser vorgeschlichtet und abschließend mit einem hochgenauen Klasse A Schälwälzfräser fertigbearbeitet. Das Resultat ist eine verbesserte Profil-, Flankenlinien- und Oberflächenqualität. Die geforderte Verzahnungsqualität 8 (nach ISO 1328) wurde um 1-2 Klassen übertroffen. Auch der gewünschte Wert für die Oberflächenrauheit der Verzahnung (1,6 µm Ra) konnte unterschritten werden. Alle notwendigen Geometrie- und Oberflächenmessungen wurden sowohl auf der Verzahnungsfräsmaschine selbst durchgeführt als auch mit einer speziellen Verzahnungsmessmaschine bestätigt.

Die Durchlaufzeit sowie Bearbeitungskosten konnten im Vergleich zur herkömmlichen Bearbeitungsstrategie deutlich reduziert werden. Voraussetzung dafür sind allerdings besondere Fachkenntnisse und Erfahrung, da das Ausrichten des Stirnrades in speziellen Vorrichtungen, das Handling der verschiedenen Fräswerkzeuge und das Einpassen der Werkzeuge in die Verzahnung sehr anspruchsvoll ist. Das Team der Hilchenbacher Verzahnungsfertigung hat diesen Anspruch voll erfüllt.

Das Stirnrad selbst ist Bestandteil eines neuen Konverter-Kippgetriebes für das Blasstahlwerk unseres Kunden TATA Steel UK in Port Talbot.

  • 162  Zähne Modul
  • 32 Kopfkreisdurchmesser
  • 5.300 mm Verzahnungsbreite 767mm
  • Verzahnung nach DIN 867
  • Gewicht 33 Tonnen
  • Material 30CrNiMo8+QT