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Zürich, 24. November 2020

Oszillationsantrieb und Entbarter reduzieren Betriebskosten bei nur geringen Investments

Beide Technologien für Langprodukt-Stranggießanlagen auch als EaaS

In unsicheren Zeiten für große Investitionen steigt die Nachfrage nach kleinen, kostengünstigen Lösungen, die zur Optimierung der Betriebskosten (OPEX) und zur Reduzierung von gebundenem Kapital (CAPEX) beitragen. Der CONDRIVE Oszillationsantrieb und der Entbarter sind zwei solcher Entwicklungen für Stranggießanlagen für Langprodukte. SMS Concast bietet sie auch als EaaS (Equipment as a Service)-Lösungen an, die es Betreibern ermöglichen, hohe Kapitalausgaben in betriebliche Ausgaben zu überführen und dadurch mehr Planungssicherheit zu erzielen. 

Der CONDRIVE-Oszillationsantrieb
Der CONDRIVE-Antrieb verbindet eine kompakte Ausführung mit moderner Technik.

Beim Stranggießen spielt die Kokillenoszillation eine qualitätsentscheidende Rolle. Eine schnell reagierende und präzise Einstellung der Oszillationskurve während des Gießprozesses in Abhängigkeit von der jeweiligen Stahlsorte und dem Gießformat kann hier ausschlaggebend sein. Einfache elektrische Antriebe sind zwar sehr kompakt und kostengünstig, doch sie ermöglichen keine Inline-Einstellung während des Gießens. Wird diese Möglichkeit der Inline-Einstellung gewünscht, werden üblicherweise Hydraulikantriebe verwendet. Allerdings sind hydraulische  Anlagen teurer, sowohl bei der Anschaffung als auch während des Betriebs. Der CONDRIVE-Antrieb verbindet dagegen eine kompakte Ausführung mit moderner Technik zur Inline-Einstellung  der Oszillationskurve, die sich besonders durch eine bisher unerreichte Präzision auszeichnet.

Vergleich zwischen CONDRIVE und einem Hydrauliksystem

  CONDRIVE Hydrauliksystem
Umbau (alt gegen neu) 1/2 Tag pro Strang > 1 Tag pro Strang
Zu installierende Aurüstung Antrieb Antrieb, Leitungen, Hydraulikstation, Prüfstand
Wartung 3 – 5 Jahre wartungsfrei

Jährlich: Oszillationstest, Öltest und Spülen, Dichtigkeitsprüfung (und Austausch)

(Bei allen Werten handelt es sich ausschließlich um Richtwerte. Die konkreten Werte sind von den jeweiligen Bedingungen vor Ort abhängig.)

Darüber hinaus ist die Steuereinheit der CONDRIVE-Antriebe in Industrie-4.0-Anwendungen – wie dem von der SMS group entwickelten Product Condition Analyzer (PCA) –
integrierbar, um beispielsweise die Früherkennung von möglichen Durchbrüchen zu unterstützen.

Seit der Einführung im Jahr 2016 sind alle CONDRIVE-Oszillationsantriebe erfolgreich im Einsatz und wurden insgesamt 70 Mal verkauft und eingeplant. Einer der ersten installierten CONDRIVE-Antriebe ist bereits seit vier Jahren ohne wesentliche Instandhaltungsmaßnahmen, zum Beispiel einem Austausch der Lager, in Betrieb – und das bei einem um 50 Prozent niedrigeren Energieverbrauch im Vergleich zum früheren Elektroantrieb.

In einem aktuellen Modernisierungsprojekt von TMK Seversky in Russland hat die CONDRIVE-Technik bewiesen, dass sie auch für Vorblockstranggießanlagen bestens geeignet ist. Der Umbau wurde außerdem in sehr kurzer Zeit abgeschlossen. Nach einem halben Tag Einbauzeit pro Strang war die Anlage wieder betriebsbereit. Das System ist seit mehr als einem halben Jahr erfolgreich in Betrieb. „Dank der großartigen Zusammenarbeit zwischen unserem Inbetriebnahme-Team und den SMS Concast-Spezialisten vor Ort, konnten wir das FAC (finale Abnahmebescheinigung) schon eine Woche nach Inbetriebsetzung ausstellen“, sagt Alexsandr Murzin, Leiter Metallurgie bei TMK Seversky. Insbesondere bei den kleinen Formaten, die bei  höheren Gießgeschwindigkeiten gegossen werden, konnte TMK Seversky die Durchbruchrate – dank der CONDRIVE-Oszillationstechnologie – auf nahezu Null reduzieren. 

Um den einmaligen Kapitalaufwand zu reduzieren, kann CONDRIVE – inklusive komplettem Servicepaket – auch als EaaS (Equipment as a Service) geleast werden.

Entbarter entfernt Brennbärte und senkt gleichzeitig OPEX und CAPEX
Entbarter eignen sich für alle Stahlsorten, da sie mit zwei Fräsköpfen arbeiten und über äußerst verschleissbeständige Schneideklingen verfügen.

Der Einbau eines Entbarters am Auslauf einer Stranggießanlage senkt die Kapital- und Betriebskosten nachgelagerter Walzstraßen. Walzen sind teuer, ebenso wie die durch Reparatur oder Austausch von Walzen verursachten Stillstände. Brennbärte an stranggegossenen Knüppeln oder Vorblöcken beschädigen die Walzen der Walzstraße. Entbarter entfernen diese Bärte und reduzieren somit den Walzenverschleiß und folglich auch die Betriebskosten. SMS Concast bietet ihren Kunden darüber hinaus die Möglichkeit, die Entbarter als EaaS zu leasen. So kann zusätzlich auch der Investitionsaufwand gesenkt werden.

Jeder Entbarter verfügt über zwei gegeneinander rotierende Fräsköpfe – einen zum Entbarten des Produktkopfes und einen für das Produktende. Die Fräsköpfe arbeiten hocheffizient. Sie entfernen komplett die Brennbärte an den Stirnseiten und kommen ausschließlich dort mit dem stranggegossenen Produkt in Berührung. Als kompakte, eigenständige Einheiten lassen sich die Entbarter in den meisten Stahlwerken problemlos in den Produktionsablauf integrieren.