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Düsseldorf, 07. Januar 2019

Verarbeitung von Stäben und Betonstählen mit dem Hochgeschwindigkeits-Auflaufsystem (HSD®)

Wenn es darum geht, Stäbe und Betonstähle möglichst schnell auf einem Kühlbett zu verarbeiten, bietet die SMS group das technisch ausgereifte und bewährte Hochgeschwindigkeits-Auflaufsystem (HSD®) an. Frühe Entwicklungen gehen bereits bis in das Jahr 1971 zurück. Seitdem erhöhte sich die Geschwindigkeit ständig – und zwar von 18 Metern pro Sekunde in der ersten Anlage bis zu 50 Metern pro Sekunde in aktuellen Versuchen. Dies ermöglicht eine Leistungsfähigkeit für die volle Produktpalette (5,2 – 43 Millimeter) von bis zu 120 Tonnen pro Stunde.

Die richtige Länge bei jeder Geschwindigkeit

Ein wesentlicher Vorteil des HSD®-Systems ist die hochentwickelte Querteilschere am Kühlbetteinlauf. Die SMS group hat eine Lösung entwickelt, die es ermöglicht, alle Produktgrößen bei jeder Geschwindigkeit zu schneiden. Für kleine Abmessungen schneidet die Schere Stäbe von 5,2 bis 43 Millimetern mit einer maximalen Geschwindigkeit von bis zu 50 Metern pro Sekunde. Aufgrund spezieller Kontrollmechanismen ermöglicht das System enge Schnitttoleranzen sogar bei maximaler Geschwindigkeit.

Reibungslose Produktionsprozesse für ein erstklassiges Ergebnis

Entscheidend für das effiziente Entladen der Stäbe auf das Kühlbett ist die sensible Druckeinstellung der Treibrollen. Dabei verwendet die SMS group ein Proportionalventil, das den Druck entsprechend der Stabgröße und Oberflächentemperatur einzeln regelt. Das System übt dabei ausreichend Druck aus, um die Stäbe zuverlässig abzubremsen, ohne sie zu zerkratzen oder zu verformen. Das Ergebnis ist eine erstklassige Stabqualität. Die Stäbe werden dem Kühlbett über rotierende Kanäle zugeführt. Dabei werden sie mit der weichen Stabbrechvorrichtung, dem Bewegungsablauf des Kühlbettes und dem Überwachungssystem der Stabpositionierung synchronisiert. Durch diese Anordnung wird sichergestellt, dass nur ein Stab pro Einkerbung entladen wird. Anlagenbetreiber profitieren von einer störungsfreien Produktion und zuverlässigen Zählergebnissen der gewalzten Stäbe.

Die jüngsten aus 80 weltweiten Referenzen:
  • Fujian Luoyuan Minguang, China
  • Tangshan Donghua Iron & Steel Enterprise Group Co., Ltd., China
  • Alliance Steel, Malaysia
  • Moon Iron & Steel Company (MISCO), Oman
  • Tung Ho Steel Enterprise Corporation Taiwan
  • Jindal Steel & Power Ltd., Angul, Indien
Verbesserte Produktqualität

Die gesteigerte Hochgeschwindigkeits-Produktivität ist bei Weitem nicht der einzige Vorteil des HSD®-Systems: Walzwerksbetreiber erzielen engste Produkttoleranzen und optimale Stablängen. Gleichzeitig werden Walzmanagement und Anlagenwartung erleichtert. Darüber hinaus minimieren die Anlagenbetreiber die Produktionskosten.

Merkmale
  • Bessere Kontrolle der Stabtoleranz, weil jede Walzlinie einen Fertigblock mit wesentlich höheren Toleranzen als die regulären Gerüste besitzt. Im Falle der Zweifach-bis Vierfach-Längsteilmethode wird die Produktion von kleinsten Stabgrößen getragen. Dadurch werden Stäbe produziert, die im Durchschnitt größer als notwendig sind. Bei allen Anlagen, deren Produkte nach Stückzahlen verkauft werden, ergeben sich mit engen Toleranzen beträchtliche Renditevorteile.
  • Geringere Führungskosten, da durch das HSD®-System der Einsatz von Längsteilboxen und Drallführungen entfällt
  • Weniger Kurzstäbe aufgrund der Tatsache, dass lediglich ein Kurzstab pro Knüppel anfällt, während durch Längsteilen so viele Kurzstäbe wie vorhandene Stränge produziert werden; Längsteilungen kleinerer Formate erfordern anspruchsvolle und schwierige Einrichtarbeiten.
  • Erheblich höhere Erträge, da nur ein Stab pro Kühlbetteinkerbung existiert. Mehrere Stäbe pro Einkerbung erzeugen Überlappungen und Fehlausrichtungen, was Kaltschnitt-, Zähl- und Bündelungsvorgänge beeinträchtigt.